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Tragisch — Diese Personen hatten Pech

Vom Tor des Jahres zum einsamen Tod in Brasilien

Alex Alves sollte aus der grauen Maus Hertha einen schillernden Klub machen — und stirbt zwölf Jahre später verarmt mit 37.

Berlin holt im Januar 2000 den brasilianischen Mittelstürmer Alex Alves in die Bundesliga. Aus der grauen Maus Hertha soll endlich ein schillernder Klub wie der FC Bayern, Schalke oder Dortmund werden. Die sieben Mio.\n\nEuro Ablöse wird der bis zur Verpflichtung von U21-Europameister Davie Selke im Sommer 2017 teuerste Neuzugang in der Klubgeschichte der Berliner nie rechtfertigen.

Allerdings: Alves erzielt in 81 BL-Spielen immerhin 25 Tore. Eines davon ist magisch.\n\nAm 30. September 2000 düpiert der Brasilianer Kölns Keeper Markus Pröll mit einem Treffer vom Anstoßkreis aus 52 Metern Distanz – es wird das „Tor des Jahres“. Solche genialen Stücke zeigt Alves auf dem Platz leider zu selten.

Wirklich heimisch wird er in Berlin nie.\n\nEr wird beim Fahren ohne Führerschein erwischt, erscheint zur Hertha-Weihnachtsfeier extravagant im hellen Frauenpelz oder tanzt in den Nachtklubs der Hauptstadt durch. Mehr als 130.000 Euro Geldstrafe kosten ihn allein diese Eskapaden. Im Sommer 2003 hat man in Berlin genug.

Alves (Vertrag bis 2004) verlässt die Hertha vorzeitig, spielt danach beim América FC, Vasco da Gama, CS Ginde in China und beim griechischen No-Name-Klub Kavala. Ab 1. Februar 2008 ist er sogar vereinslos, ehe er nach dreimonatiger Pause zu Fortaleza in Brasilien wechselt. Seine Engagements dauern nach dem Aus in Berlin selten länger als eine Saison.

Alexandro Alves do Nascimento beendet seine Karriere – schon 2008 wird Leukämie bei ihm festgestellt. Am 14. November 2012 stirbt Alves verarmt in Brasilien.

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