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Für die Hater — Peinliche Katastrophen und große Niederlagen

Die höchsten Heimniederlagen der ,,alten Dame“: Das sind per Dezember 2019 zwei 0:6 Niederlagen.

Historische Niederlagen

Zwei 0:6 zu Hause: die schwärzesten Heimspiele der alten Dame

Gegen Bayern 2012 und gegen den HSV 1979/80 verliert Hertha jeweils mit 0:6 — die höchsten Heimpleiten der Klubgeschichte.

Die höchsten Heimniederlagen der ,,alten Dame“: Das sind per Dezember 2019 zwei 0:6 Niederlagen. Am 17. März 2012 verliert die Hertha am 26. Spieltag mit 0:6 vor heimischer Kulisse gegen den FC Bayern München. Mit dem gleichen Ergebnis verliert Hertha auch 1979/80 am 21. Spieltag zu Hause gegen den Hamburger SV.

Trainer Kuno Klötzer (l.) und Hertha-Ikone Erich Beer am 23.06.1979. Foto: Imago Images/Kicker/Liedel
Trainer Kuno Klötzer (l.) und Hertha-Ikone Erich Beer am 23.06.1979. Foto: Imago Images/Kicker/Liedel

0:6 in Bremen: höchste Auswärtsniederlage in der Katastrophen-Saison

Am 24. Spieltag der Saison 1990/91 unterliegt Hertha BSC bei Werder Bremen mit 0:6 — die höchste Auswärtsniederlage des Klubs.

Die höchste Auswärtsniederlage: In der Berliner Katastrophen-Saison 1990/91 gibt es am 24. Spieltag beim SV Werder Bremen ein 0:6.

Peter Neururer und Hertha BSC — das ging im Frühjahr 1991 gar nicht. Foto: Imago Images/teutopress
Peter Neururer und Hertha BSC — das ging im Frühjahr 1991 gar nicht. Foto: Imago Images/teutopress

1:14 gegen Kaiserslautern: 14 Gegentore in einem Pflichtspiel

Am 2. Juni 1957 verliert Hertha das Endrunden-Spiel um die Deutsche Meisterschaft in Wuppertal mit 1:14 gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Vierzehn Buden! Nie muss Hertha BSC in einem Pflichtspiel mehr Gegentore hinnehmen als am 2. Juni 1957. Im Endrunden-Spiel um die Deutsche Meisterschaft unterliegt der Berliner Klub dem 1. FC Kaiserslautern in Wuppertal mit 1:14! Lauterns Weltmeister von 1954, Fritz und Ottmar Walter sowie Horst Eckel, erzielen sechs der 14 FCK-Tore.

Acht Pleiten in Folge: Hertha-Negativserie 2009/10

Vom 2. bis zum 9. Spieltag der Saison 2009/10 verliert Hertha BSC acht Bundesligaspiele hintereinander.

Die längste Niederlagenserie: Acht Niederlagen hintereinander gibt es in der Saison 2009/10 vom 2. bis zum 9. Spieltag.

23 Saison-Niederlagen: Negativrekord 1990/91

In der Saison 1990/91 kassiert Hertha BSC 23 Niederlagen — so viele wie in keiner anderen Spielzeit.

Die meisten Niederlagen in einer Saison: 23 Niederlagen gibt es in der Saison 1990/91.

Bittere Momente

17 Spieltage ohne Sieg: die Sieglos-Serie 1990/91

Vom 16. bis zum 32. Spieltag der Saison 1990/91 gewinnt Hertha BSC kein einziges Bundesligaspiel.

Die längste Serie an nicht gewonnenen Spielen im bezahlten Fußball: In der Saison 1990/91 schafft Hertha BSC vom 16. bis zum 32. Spieltag keinen Sieg.

Relegation 2012: Aus gegen Fortuna Düsseldorf

Nach dem 3:1 gegen Hoffenheim am letzten Spieltag scheitert Hertha unter Otto Rehhagel in der Relegation an Düsseldorf (1:2, 2:2).

Die Pleite in der Relegation im Jahr 2012 gilt ob der Umstände als besonderer Tiefpunkt: Hertha BSC schafft es am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2011/12 mit einem 3:1 gegen 1899 Hoffenheim in die Relegationsspiele – und erlebt gegen den Tabellendritten der 2. Liga, Fortuna Düsseldorf, eine der bittersten Niederlagen der Klub-Historie. Das 1:2 im Olympiastadion können die Spieler von Trainerlegende Otto Rehhagel im Rückspiel nicht mehr korrigieren – 2:2.

Dyskobolia Grodzisk: Erstrunden-Aus im UEFA-Cup

Gegen den polnischen Klub Dyskobolia Grodzisk Wielkopolski scheidet Hertha mit 0:0 und 0:1 schon in der ersten UEFA-Cup-Runde aus.

International kommt an dieses Desaster nur das Erstrunden-Aus im UEFA-Cup gegen den polnischen Klub mit dem Reporter freundlichen Namen Dyskobolia Grodzisk Wielkopolski heran. 0:0 und 0:1 enden die beiden Spiele. Hertha ist draußen.

Saison 1894/95: 0:26 Punkte und 2:72 Tore

In der ersten Liga des Deutschen Fußball- und Cricket-Bunds verlässt Hertha 1894/95 die Spielklasse mit 0:26 Punkten und 2:72 Toren.

Als Kaiser Wilhelm II. noch residiert: Die schlimmste Saison aller Zeiten spielt die Hertha aber noch weit vor Erfindung des Europapokals. Kaiser Wilhelm II. residiert noch in der Stadt, als der Verein die Spielzeit 1894/95 in der ersten Liga des Deutschen Fußball- und Cricket-Bunds mit 0:26 Punkten und 2:72 Toren postwendend wieder verlassen muss.

Die 80er-Jahre: peinlichste Dekade der Berliner

1980 steigt Hertha mit 29 Punkten — Rekord für einen Absteiger — wegen schlechterer Tordifferenz gegenüber Bayer 05 Uerdingen ab.

Die 80-er Jahre: Die peinlichste Dekade der Berliner sind die Achtziger Jahre des letzten Jahrtausends. Nachdem der Verein im Jahr 1979 noch erfolgreich im UEFA Cup spielt, erreicht der Niedergang im Mai 1980 seinen ersten Höhepunkt. Punktgleich mit Bayer 05 Uerdingen beenden die Charlottenburger die Bundesliga-Saison, müssen aber aufgrund der um zwei Tore schlechteren Tordifferenz mit der damals höchsten Punktzahl eines Absteigers (29) in die 2. Bundesliga absteigen.

Moderne Tiefpunkte

Vom Wiederaufstieg ins Poststadion: Absturz bis 1986

Nach Wiederaufstieg und letztem Tabellenplatz 1982/83 steigt Hertha 1986 nach 0:2 in Aachen sogar in die Amateur-Oberliga ab.

Nach zwei Jahren gelingt der Wiederaufstieg: Allerdings schließen die Berliner die Saison 1982/83 in der Bundesliga mit dem letzten Tabellenplatz ab und werden wieder zweitklassig. Der Fahrstuhl Richtung Keller nimmt jetzt so richtig Fahrt auf. Nach drei Spielzeiten in der 2. Bundesliga folgt im Mai 1986 nach einem 0:2 bei Alemannia Aachen der Abstieg in die Amateur-Oberliga.

Fortan bestreitet der Verein seine Heimspiele in der Regel im Poststadion vor nicht mehr als 2.000 Zuschauern. Highlight der Dekade des Schreckens: Das Spitzenspiel gegen Türkiyemspor Berlin 1987/88 lockt 12.000 Zuschauer ins Stadion.

TeBe und Blau-Weiß 90: Hertha droht Platz drei in Berlin

In den späten 80ern gefährden Tennis Borussia und Blau-Weiss 90 Herthas Status als Berliner Nummer eins.

Nummer Drei in der Stadt: Zwischenzeitlich drohen Tennis Borussia Berlin und Blau-Weiss 90 den Klub zur Nummer drei in der Stadt zu machen. In der Saison 1986/87 wird Hertha BSC Meister der Oberliga Berlin, scheitert aber in den Aufstiegsspielen. Ein Jahr später, am 19. Juni 1988, schaffen die Berliner die Rückkehr in die 2. Bundesliga und leiten pünktlich zur deutschen Einheit und mit viel Geld von Filmrechtehändler UFA Sports die neben den Siebziger Jahren erfolgreichste Zeit des Vereins nach dem 2. Weltkrieg ein.

Verspielte Meisterschaft 2008/09: Schale schon durchs Brandenburger Tor

Unter Lucien Favre verliert Hertha am 33. Spieltag mit 1:3 gegen den BVB und kippt nach 0:4 in Karlsruhe sogar aus der Champions League.

Die verspielte Meisterschaft: Die verspielte Meisterschaft im Spieljahr 2008/09 ist finanziell ein Desaster für den Verein. Im Frühjahr 2009 träumt ganz Berlin von der Meisterschale. Ein Redakteur der BILD trägt sie schon voreilig durchs Brandenburger Tor, wo nach Wunsch von Manager Dieter Hoeneß der Autokorso durchgehen soll.

Daraus wird nichts. Ein 1:3 gegen den wiedererstarkten BVB und ein 0:0 gegen Schalke 04 am 33. Spieltag kosten die Mannschaft von Trainer Lucien Favre die mögliche Meisterschaft. Es kommt sogar noch dicker.

Ein 0:4 bei Absteiger Karlsruher SC kippt die Berliner aus den Champions-League-Rängen!

2:4 gegen TeBe und 0:1 in Köpenick: Berliner Demütigungen

Am 28. Oktober 1998 verliert Hertha im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Tennis Borussia mit 2:4, 2019 dann das erste Bundesligaderby in Köpenick.

Die Nummer 1 in Berlin? In der Regel schon, mitunter aber auch nur Wunschdenken bei den Herthanern. Besonders bitter ist die Pokal-Pleite gegen den West-Berliner Nachbarn Tennis Borussia Berlin am 28. Oktober 1998 im DFB-Pokal-Achtelfinale.

Die damals zweitklassigen ,,Veilchen“ geben der Hertha eins aufs Auge und siegen im Olympiastadion – unter anderem mit Spielern wie Matthias Hamann und Francisco Copado – mit 4:2. Hertha ist blamiert. Gleiches passiert im Herbst 2019. Hertha verliert das erste Bundesligaderby gegen Union Berlin in Köpenick mit 1:0.

Saison 1990/91: peinliche Bundesliga-Premiere nach der Wende

Als Aufsteiger nach der Wiedervereinigung landet Hertha mit Zugängen wie Uwe Rahn und Armin Görtz auf Platz 18.

Die ,,alte Dame“ hat sich in ihrer Bundesligazeit viele peinliche Ergebnisse geleistet. Die Saison, die die Hertha-Gegner besonders ,,dufte“ finden, ist die Spielzeit 1990/91. Als Aufsteiger gelingt Hertha BSC im ersten Bundesliga-Jahr nach der deutschen Wiedervereinigung wenig bis nichts. Gestandene Zugänge wie Uwe Rahn, Armin Görtz oder André Winkhold zünden nicht – und am Ende steht Platz 18. Im Detail bedeutet das…

Drei Mal Tabellenletzter: 1982/83, 1990/91 und 2009/10

Hertha BSC beendet drei Bundesliga-Spielzeiten als Tabellenschlusslicht — zuletzt 2009/10.

Schlechteste Platzierung in der Abschluss-Tabelle: 1990/91 – wie zuvor auch 1982/83 und nochmals 2009/10 geht die Hertha als Tabellenletzter runter.

84 Gegentore: schlechteste Tordifferenz unter Walter Junghans

Mit 84 Gegentoren und einem Torverhältnis von minus 47 stellt Hertha die schwächste Defensive der Vereinsgeschichte.

Schlechteste Tor-Differenz: 84 Gegentore und ein Torverhältnis von Minus 47 sind sicher nicht das, was sich Torhüter-Routinier Walter Junghans vorgestellt hat…

17 Punkte 1990/91: drittschlechtester Wert der Bundesliga-Historie

Mit nur 17 Punkten (nach alter Wertung 14) verzeichnet Hertha 1990/91 das schlechteste Ligaergebnis aller Zeiten.

Wenigste erzielte Punkte: 1990/91 fahren die Berliner nur 17 Punkte (nach alter 2-Punkte-Wertung: 14) ein. Das ist das schlechteste Gesamtergebnis des Traditionsvereins in allen Ligen und das drittschlechteste in der Geschichte der Bundesliga überhaupt.

Nur drei Siege 1990/91: ein Heimerfolg gegen Frankfurt

In der Katastrophensaison gewinnt Hertha nur in Nürnberg, Uerdingen und zu Hause gegen Eintracht Frankfurt.

Wenigste erzielte Siege: 1990/91 kann Hertha BSC nur drei Siege vorweisen. Zu Hause gelingt sogar nur ein Erfolg - und zwar gegen den UEFA-Cup-Teilnehmer Eintracht Frankfurt (1:0). Auswärts stürmen die Berliner die Arenen in Nürnberg (4:1) und Krefeld-Uerdingen (2:1).

23 Niederlagen 1990/91: Negativrekord des Doppelmeisters

Mit 23 Saison-Niederlagen stellt Hertha 1990/91 einen bis heute ungeschlagenen Vereins-Negativrekord auf.

Die meisten Niederlagen: 1990/91 kassiert die Hertha 23 Niederlagen – Vereins-Negativrekord für den zweimaligen Deutschen Meister.

Häufige Fragen

Was waren die schlimmsten Niederlagen von Hertha?
Hertha BSC hat einige bittere Niederlagen erlebt. Das Kapitel dokumentiert die schmerzlichsten Momente der Vereinsgeschichte.
Gab es peinliche Momente bei Hertha?
Ja, auch Hertha BSC hat Tiefpunkte erlebt — von historischen Klatschen bis zu denkwürdigen Blamagen.
Was ist die höchste Niederlage von Hertha?
Die höchste Niederlage und weitere schmerzliche Ergebnisse werden im Hater-Kapitel detailliert aufgearbeitet.
Was behandelt das Kapitel Für die Hater?
Die höchsten Heimniederlagen der ,,alten Dame“: Das sind per Dezember 2019 zwei 0:6 Niederlagen.
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