Für die Lover — Wichtige Triumphe und große Erfolge
Hertha BSC wurde 1930 und 1931 Deutscher Meister, erreichte 1977, 1979 und 1993 das DFB-Pokalfinale, 1979 das UEFA-Pokal-Halbfinale und 1999/00 die Champions-League-Zwischenrunde mit Siegen gegen Chelsea und Milan.
Grosse Triumphe
Zwei Meistertitel vor dem Krieg, danach nichts mehr
1930 und 1931 wurde Hertha BSC Deutscher Meister, dazwischen sechs Endspielteilnahmen in Serie. Seither: kein nationaler Seniorentitel mehr.
Die größten Erfolge gelingen dem Verein lange vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges. In den Jahren 1930 und 1931 wird Hertha BSC zweimal hintereinander Deutscher Fußballmeister und erreicht sechsmal hintereinander das Endspiel um die deutsche Meisterschaft (siehe Abschnitt: Good to know). Seitdem ist der Verein im Seniorenbereich ohne bedeutenden nationalen oder internationalen Fußballtitel.
Drei DFB-Pokal-Finals als grösste Nachkriegs-Erfolge
Nach 1945 reichte es im DFB-Pokal dreimal bis ins Endspiel: 1977, 1979 und 1993. Gewonnen hat Hertha keines davon.
DFB-Pokal: Die größten nationalen Erfolge seit Kriegsende sind die Finalteilnahmen im DFB-Pokal 1977, 1979 und 1993.
UEFA-Pokal-Halbfinale 1979 und der Europa-Rausch 1999/00
International ragen zwei Saisons heraus: das UEFA-Pokal-Halbfinale 1979 gegen Roter Stern Belgrad und die Champions-League-Saison 1999/00.
International: International ist das Erreichen des UEFA-Pokal-Halbfinales 1979 gegen Roter Stern Belgrad der größte Erfolg des Hauptstadtvereins, zusammen mit der magischen Saison 1999/00, als die Hertha die Champions League rockt.
Champions-League-Siege gegen Chelsea und den AC Mailand
In der Champions League 1999/00 schlug Hertha den FC Chelsea 2:1 und den AC Mailand 1:0, scheiterte dann an Barcelona, Porto und Sparta Prag.
Bei der bis Ende 2019 einzigen Teilnahme in der Champions League in der Saison 1999/00 gelingen Überraschungserfolge gegen den FC Chelsea (2:1) und den AC Mailand (1:0). Die Mannschaft von Trainer Jürgen Röber schafft es bis in die zweite Gruppenphase, wo der FC Barcelona, der FC Porto und Sparta Prag sich als zu stark erweisen.
Goldene Ära
Vizemeister 1974/75: 91.000 sehen das 2:1 gegen Gladbach
Unter Georg Keßler holte Hertha 1974/75 die Vizemeisterschaft. 91.000 Zuschauer erlebten den 2:1-Sieg gegen Mönchengladbach durch zwei Tore von Kudi Müller.
Vizemeister: Von besonderer Bedeutung ist die Vizemeisterschaft hinter Borussia Mönchengladbach. Die Saison 1974/75 wird unmittelbar nach der Heim-WM zur erfolgreichsten für Hertha BSC in der Bundesliga. Nach Drei-Punkte-Wertung holt die Mannschaft von Trainer Georg Keßler 63 Punkte (19 Siege) und gewinnt das Spitzenspiel gegen Borussia Mönchengladbach (2:1) vor 91.000 Zuschauern.
ZDF-Reporter Rolf Kramer vermutet angesichts der Rekord-Kulisse Trickserei hinter früheren, sechs-stelligen Zuschauerzahlen, weil ,,die Bäuche der Fans damals noch etwas schlanker waren.“ Trotz des Erfolges gegen Gladbach durch zwei Tore von Kurt „Kudi“ Müller verpasst das Team um Thomas Zander, Michael Sziedat, Lorenz Horr, Erich ,,Ete“ Beer, Hans ,,Hanne“ Weiner und Wolfgang Sidka im Endspurt den ersten Titel im ,,Oberhaus“ bei sechs Zählern (Zwei-Punkte-Regelung) auf die ,,Fohlen“ klar. Nach dem 28. Spieltag und dem Match gegen Gladbach muss die ,,alte Dame“ in Kaiserslautern (0:3) und bei Rot-Weiß Essen (1:2) zwei herbe Niederlagen hinnehmen.
Platz drei 1998/99: Preetz schiesst Hertha in die Champions League
62 Punkte, Rang drei und der Sprung in die Champions League: Michael Preetz holte mit 23 Toren die Torjägerkanone, Trainer war Jürgen Röber.
,,Europa, wir sind dabei“: Im Jahr 1999 stürmt Hertha in die Champions League. 62 Punkte und Rang drei hinter Bayern und Bayer Leverkusen stellen für den Hauptstadt-Klub die beste Spielzeit nach der Wende dar. Hertha qualifiziert sich zum per Dezember 2019 einzigen Mal für die Champions League.
Auf dem Weg nach Europa ragt vor allem einer heraus. Torjäger Michael Preetz. Der bereits 31 Jahre alte Stürmer holt sich mit 23 Treffern aus 34 Saisonspielen die Torjäger-Kanone.
Allein beim 6:1-Sturmlauf gegen den HSV am letzten Spieltag trifft Preetz drei Mal. Am 21. November 1998 erzielt der Rheinländer auch den 1:0-Siegtreffer im Spitzenspiel gegen Bayern München. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Röber (,,Ich liebe diese Stadt“) kämpft sich von Rang sieben nach der Vorrunde mit 33 Zählern als zweitbestes Rückrunden-Team hinter dem FC Bayern auf Platz drei.
Am Ende steht ,,Europa, wir sind dabei“ auf der etwas antiquiert wirkenden Anzeigetafel des Berliner Olympiastadions. Als der Klub das letzte Mal eine solche Ankündigung texten darf, schreiben wir das Jahr 1979. ,,Wir haben uns diesen Erfolg verdient“, erklärt Michael Preetz nicht ohne Stolz nach dem entscheidenden 2:0 beim SC Freiburg am 33. Spieltag, ,,der dritte Tabellenplatz ist Ausdruck unserer Leistungsstärke.“
Hertha-Amateure 1992/93: Drittligist im DFB-Pokalfinale
Die drittklassigen Hertha-Amateure schalteten 1992/93 Leipzig, Hannover und Nürnberg aus und verloren erst das Finale gegen Bayer Leverkusen 0:1.
Die Saison 1992/93 ist geprägt vom Sturmlauf zweier Teams, die vor dem Start niemand im jeweiligen Wettbewerb auf der Rechnung hat. International begeistert Borussia Dortmund mit Trainerfuchs Ottmar Hitzfeld die Fußballnation und zieht ins UEFA-Cup-Finale ein. Im DFB-Pokal sind es die Amateure von Hertha BSC (,,Ha-Ho-Höre – Hertha Amateure!“), die für Furore sorgen. ,,Anno 1992/93 waren es rund 20 Freunde, die den etablierten Profis zeigten, dass echte Kameradschaft noch immer Berge versetzen kann“, schreibt Ralf Grengel in seinem Buch “Das deutsche Wembley – 60 Jahre Vereinspokal” (1994).
In der 3. Hauptrunde lehren die in der drittklassigen Amateur-Oberliga Mitte spielenden Berliner dem Zweitligisten VfB Leipzig (4:2) das Fürchten und beschämen die Profis aus dem eigenen Verein. In den folgenden Runden stolpern Hannover 96 (4:3) und Altmeister 1. FC Nürnberg (2:1) im Berliner Poststadion. Höhepunkt ist das Halbfinale gegen den Chemnitzer FC (2:1) im Olympiastadion. Im Finale gegen Bayer Leverkusen (0:1) stehen mit Christian Fiedler, Sven Kaiser, den Zwillingsbrüdern Andreas und Oliver Schmidt und Carsten Ramelow fünf spätere Bundesligaprofis in der Anfangself. Das ,,Bubi-Glück“ ist am 12. Juni allerdings aufgebraucht. Leverkusen gewinnt durch ein spätes Tor von Ulf Kirsten mit 1:0. ,,Wir hatten riesige Angst, zu versagen und als größte Deppen Europas dazustehen“, erklärt Abwehrspieler Martin Kree später den schwachen Auftritt der Bayer-Elf im Finale.
123 Tore in der 2. Liga: Killmaier trifft 39-mal
1980/81 war Herthas torreichste Saison: 123 Treffer, 31 Siege in 42 Spielen, dazu 39 Tore von Werner Killmaier und 22 von Thomas Remark.
Hertha kann auch dreistellig: Aber nicht in der Bundesliga: Die Saison 1980/81 in der 2. Bundesliga Nord ist die torreichste in der Geschichte von Hertha BSC. 123-mal netzen die Berliner ein und gewinnen 31 von 42 Partien. Der Stürmer mit dem passenden Namen Werner Killmaier erzielt dabei sagenhafte 39 Tore, Thomas Remark schafft immerhin 22 Buden.
Unvergessliche Siege
131 Tore in der Saison 1929/30 bis zur Deutschen Meisterschaft
1929/30 erzielte Hertha 103 Tore in der Berlin-Brandenburg-Liga, mit Endrunde 131 Tore und am Ende die Deutsche Meisterschaft.
131 Tore: 1926/27 und 1929/30 glücken 103 Tore in der Berlin-Brandenburg-Liga (Staffel A), inklusive Endrundenspiele kommt man 1929/30 gar auf 131 Tore – am Ende steht die Deutsche Meisterschaft.
9:1 gegen Dortmund: höchster Heimsieg im bezahlten Fußball
Am 32. Spieltag 1969/70 fertigte Hertha Borussia Dortmund 9:1 ab. Ein 8:0 gegen Wattenscheid 09 folgte 1980/81 in der 2. Liga.
Höchster Heimsieg im bezahlten Fußball: Mit 9:1 gewinnt Hertha BSC am 32. Spieltag der Saison 1969/70 gegen Borussia Dortmund. Mit 8:0 gewinnen die Berliner am 17. Spieltag der Saison 1980/81 in der 2. Bundesliga gegen Wattenscheid 09.
6:0 in Hannover und Bayreuth: höchste Auswärtssiege
Zweimal 6:0 auswärts: 1980/81 beim OSV Hannover und 1981/82 bei der Spvgg Bayreuth, beide in der 2. Bundesliga.
Höchster Auswärtssieg im bezahlten Fußball: 6:0 gewinnt Hertha BSC in der Saison 1980/81 am 42. Spieltag der 2. Bundesliga NORD beim OSV Hannover. Mit dem gleichen Ergebnis schlägt Hertha BSC in der Saison 1981/82 die Spvgg Bayreuth am 36. Spieltag in der 2. Bundesliga.
Acht Siege in Serie 1980/81 als längste Erfolgsstrecke
Acht Siege in Serie zwischen dem 19. und 26. Spieltag der 2. Bundesliga 1980/81 sind Herthas längste Erfolgsserie.
Die längste Siegesserie: Acht Siege hintereinander vom 19. bis zum 26. Spieltag gelingen Hertha BSC in der Saison 1980/81 in der 2. Bundesliga.
31 Saisonsiege 1980/81: Vereinsrekord in der 2. Liga
Die 31 Siege aus der Saison 1980/81 in der 2. Bundesliga sind bis heute Herthas Bestmarke für eine Spielzeit.
Die meisten Siege in einer Saison: 31 Siege schafft Hertha BSC in der 2. Bundesliga in der Saison 1980/81.
21 Spiele ungeschlagen 2012/13 in der 2. Bundesliga
Vom 3. bis zum 23. Spieltag der Saison 2012/13 blieb Hertha 21 Partien lang ohne Niederlage – die längste Serie der Vereinsgeschichte.
Die längste Serie an nicht verlorenen Spielen: 21 Spiele bleibt Hertha BSC vom 3. bis zum 23. Spieltag in der 2. Bundesliga in der Saison 2012/13 ohne Niederlage.