Vizemeister: Von besonderer Bedeutung ist die Vizemeisterschaft hinter Borussia Mönchengladbach. Die Saison 1974/75 wird unmittelbar nach der Heim-WM zur erfolgreichsten für Hertha BSC in der Bundesliga. Nach Drei-Punkte-Wertung holt die Mannschaft von Trainer Georg Keßler 63 Punkte (19 Siege) und gewinnt das Spitzenspiel gegen Borussia Mönchengladbach (2:1) vor 91.000 Zuschauern.\n\nZDF-Reporter Rolf Kramer vermutet angesichts der Rekord-Kulisse Trickserei hinter früheren, sechs-stelligen Zuschauerzahlen, weil ,,die Bäuche der Fans damals noch etwas schlanker waren.“ Trotz des Erfolges gegen Gladbach durch zwei Tore von Kurt „Kudi“ Müller verpasst das Team um Thomas Zander, Michael Sziedat, Lorenz Horr, Erich ,,Ete“ Beer, Hans ,,Hanne“ Weiner und Wolfgang Sidka im Endspurt den ersten Titel im ,,Oberhaus“ bei sechs Zählern (Zwei-Punkte-Regelung) auf die ,,Fohlen“ klar.
Nach dem 28. Spieltag und dem Match gegen Gladbach muss die ,,alte Dame“ in Kaiserslautern (0:3) und bei Rot-Weiß Essen (1:2) zwei herbe Niederlagen hinnehmen.