Johannes „Hanne“ Sobek, geboren am 18. März 1900 in Mirow und gestorben am 17. Februar 1989 in Berlin, ist der erste große Fußballstar von Hertha BSC. Sobek ist Kopf der Hertha-Mannschaft, die sechsmal hintereinander das Finale um die deutsche Meisterschaft erreicht und es zweimal gewinnt. Von 1923 bis 1931 trägt Sobek in zehn Länderspielen das Trikot der deutschen Fußballnationalmannschaft.\n\nDabei erzielt er zwei Treffer.
In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg ist Sobek Trainer beim SC Union Oberschöneweide. Mit dem Team qualifiziert er sich im Jahr 1950 für die Deutsche Meisterschaft.\n\nAls der Mannschaft die Ausreise in die BRD verweigert wird, entschließen sich Trainer und fast die gesamte erste Mannschaft zur Flucht nach West-Berlin. Dort gründeten sie den SC Union 06 Berlin als offiziellen Nachfolgeverein.
Sobek wird in West-Berlin schnell Trainer der Berliner Stadtauswahl.\n\n1955 trainiert er zusammen mit dem Ost-Berliner Kurt Vorkauf für ein Spiel eine Gesamtberliner Mannschaft gegen eine Stadtauswahl Prags. Berlin gewinnt mit 1:0. Als Trainer von Hertha BSC (1959–1963) gewinnt er 1961 und 1963 die Berliner Meisterschaft. Von Februar bis Juli 1965 ist er Notvorsitzender des Vorstands von Hertha BSC, kann den Zwangsabstieg aus der Bundesliga aber nicht verhindern.
Kurios: Sobek selbst schreibt seinen Namen immer falsch, erst nach dem Tod seiner Mutter stellt er fest, dass der Name laut standesamtlichen Dokumenten Sobeck heißt. Sohn Bernd fügt fortan das c hinzu, Hanne aber bleibt Zeit Lebens bei seiner Version.